24 Apr 2009

Was haben Kunst, Politik und Biotechnologie gemeinsam?

Freitag, 24. April 2009 | 19.00 Uhr

Strange Culture/Fremdkulturen | Dokumentarfilm (USA, 2007)

Film und Diskussion: Kinoklub Hirschlachufer, Erfurt in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Erfurt

Podiumsgast: Constanze Altmann, Kulturwissenschaftlerin
Moderation: Maxi Kretzschmar, Kunstvermittlerin | Kunsthaus Erfurt

Das bundesweite Filmfestival  – ueber Macht, Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung – und das Kunsthaus Erfurt gehen gestellter Fragen nach. Das Kunsthaus ist lokaler Partner des Dokumentarfilms „Strange Culture/Fremdkulturen“.

Steve Kurtz ist Performance-Künstler und Mitbegründer des international gefeierten „Critical Art Ensemble“ (CAE). Seine künstlerische Arbeit dreht sich um das Thema Biotechnologie. Seine Arbeitsmittel – harmlose Bakterienkulturen – erregen in der Terrorfurcht nach 09/11 die Aufmerksamkeit des FBI. Agenten in Schutzanzügen durchsuchen seine Wohnung. Der Vorwurf: Bio-Terrorismus. Unvermittelt sieht Kurtz sich von einem übermächtigen Staat bedroht, der offenbar um jeden Preis eine Verurteilung erzielen will. Ihm drohen 20 Jahre Haft für den Besitz von Bakterien, die jeder frei über das Internet bestellen kann. Dieser Film ist Teil einer internationalen Aktion, mit der sich bekannte Künstler wie Tilda Swinton und die Residents mit Kurtz solidarisieren.

Der Film läuft im regulären Festivalprogramm am Freitag, dem 24. April 2009, 19.00 Uhr im Kinoklub Hirschlachufer. Die Kulturwissenschaftlerin Constanze Altmann aus Berlin reflektiert aus kunstwissenschaftlicher Sicht im anschließenden Filmgespräch die medienkritische Künstlergruppe CAE und das Gerichtsverfahren um Steve Kurtz.

Mehr zum Filmfestival unter http://diegesellschafter.de/uebermacht/index.php

Zur Filmwebsite unter www.strangeculture.net

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