{"id":1099,"date":"2010-01-22T15:13:10","date_gmt":"2010-01-22T13:13:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/exhibitions\/yea\/"},"modified":"2015-11-30T18:16:29","modified_gmt":"2015-11-30T16:16:29","slug":"yea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/?p=1099","title":{"rendered":"YEA"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1278\" title=\"Kunsthaus-Web-YEA\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/Kunsthaus-Web-YEA.jpg\" alt=\"Kunsthaus-Web-YEA\" width=\"382\" height=\"168\" \/><\/p>\n<h3><span style=\"color: #888888;\">Sebastian Brandt, Patricia Detmering, Lorenz Lindner,<br \/>\nMichaL. Schmidt, Ulrike Schneider, Martin W\u00fchler<\/span><\/h3>\n<p>25. Januar &#8211; 5. M\u00e4rz 2010<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die erste Ausstellung 2010 im Kunsthaus Erfurt richtet ihren Fokus auf die neue K\u00fcnstlergeneration der Stadt. Mit Sebastian Brandt, Patricia Detmering, Lorenz Lindner, MichaL. Schmidt, Ulrike Schneider und Martin W\u00fchler sind sechs junge K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler vertreten, deren Arbeiten die Bandbreite von Narrativer Malerei, Installation bis hin zu Videoarbeiten umfasst.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Sebastian Brandt &#8211; <em>ZUHAUSE<\/em><\/span><br \/>\nDie Wahrnehmung von Heimat ist die intime Betrachtung einer Landschaft des Vertrauten &#8211; des vermeintlich Bekannten. Eine F\u00fclle von Einzelheiten, von denen jede f\u00fcr sich eine Facette zur Reflexion f\u00fcr mich bietet. Die eigene Umgebung erh\u00e4lt ihre Bedeutung durch das Zuordnen und Benennen von Gedanken, Geschichten von Bildern.<\/p>\n<p>So auch<em> Zuhause<\/em>:<br \/>\nH\u00e4user. Da sind H\u00e4user &#8211; Einzel(l)heiten.<br \/>\nDa dr\u00fcben wohnen die Nachbarn. Dort mein Freund und gegen\u00fcber mein Feind.<br \/>\nDahinter stehen auch H\u00e4user. Geordnet hintereinander. Ihre Bewohner begegnen mir manchmal auf der Stra\u00dfe. Ich gr\u00fc\u00dfe sie, obwohl ich ihre Namen nicht kenne. Existieren sie nur als dieser Gru\u00df?<br \/>\nIn der Ferne sind auch H\u00e4user.<br \/>\nDas wei\u00df ich.<br \/>\nDort wohnen die Anderen. Die Fremden.<br \/>\nIch wei\u00df nicht, wie viele es sind?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1120\" title=\"web-brandt.\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/web-brandt..jpg\" alt=\"web-brandt.\" width=\"500\" height=\"333\" \/><br \/>\nYEA, Sebastian Brandt, <em>Zuhause<\/em>, Installation, Ton (roh), Fassadenfarbe<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Patricia Detmering &#8211; MALEREI<\/span><br \/>\nPatricia Detmerings aktuelle Arbeiten besch\u00e4ftigen sich mit dem Fall, dem Moment, in dem keine Haltung mehr bewahrt werden kann, der Augenblick, in dem auch die letzte Maske f\u00e4llt. Die Modelle, die von Bett und Stuhl zu Boden gehen, sind Freunde, Verwandte und Bekannte zu denen eine enge Bindung besteht. Diese Beziehung ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Malerin, um genau die Zust\u00e4nde zu beschreiben, die sich tief im Inneren der Portr\u00e4tierten, weit unter der Oberfl\u00e4che abspielen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1110\" title=\"yea-patricia\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/yea-patricia.jpg\" alt=\"yea-patricia\" width=\"500\" height=\"330\" \/><br \/>\nYEA, Patricia Detmering, <em>Sophia<\/em>, Aquarell<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Lorenz Lindner &#8211; <em>REWE<\/em><\/span><br \/>\nDie defekte Leuchtreklame einer Supermarktkette in einem Gewerbepark an einem Stadtrand bildet die Grundlage f\u00fcr diese Videoprojektion. Die Leuchtbuchstaben flackern unregelm\u00e4\u00dfig. Das gefilmte Material wurde mit einer Tonspur versehen, die zum einen aus Stra\u00dfenger\u00e4uschen besteht, zum anderen aus Aufnahmen aus Technoclubs der 90er Jahre. Es scheint als w\u00fcrde die Musik aus dem Inneren des Supermarktgeb\u00e4udes entspringen und die verspielt flackernden Buchstaben sich zu deren Rhythmus bewegen.<br \/>\nDie Mittel des Videos werden genutzt um auf subtile Art dem Supermarkt seine eigentliche Funktion zu nehmen. Fragen zur allt\u00e4glichen subjektiven Wahrnehmung als auch zu Sehns\u00fcchten, r\u00e4umlichen Strukturen und gesellschaftlichen Codes werden aufgeworfen. Dabei wird jeder Interpretation Freiraum gelassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1121\" title=\"web-lindner\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/web-lindner.jpg\" alt=\"web-lindner\" width=\"500\" height=\"279\" \/><br \/>\nYEA, Lorenz Lindner, <em>Rewe<\/em>, Digital-Video<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">MichaL. Schmidt &#8211; MALEREI<\/span><br \/>\nMenschliches Verhalten findet in echten oder vermeintlichen Krisensituationen oft Ausdruck in \u00fcbereifrigem blindem Aktionismus, immer wieder gepaart mit einer Portion Fanatismus. Kollektive Reaktionen, welche \u00f6konomische, religi\u00f6se und \u00f6kologische, ja menschliche Problemmomente schnell noch schlimmer machen und am Ende eine Eskalation der Lage beschw\u00f6ren. Fr\u00fcher wie heute.<br \/>\nFrei nach dem Motto Mao Zedongs &#8220;Wenn alle an der R\u00fcbe ziehen, bekommt keiner Rheuma in den Knien&#8221; werden wir es schon gemeinsam schaffen, die Karre in den Dreck zu fahren.<br \/>\nIn seinen Arbeiten geht es michaL.schmidt darum, Geschichten zu erz\u00e4hlen und aufzuzeigen, wie komplex sich menschliches Verhalten auf unser Dasein auswirkt. Durch unterschiedliche Medien und Materialen, jeweils abh\u00e4ngig von der Idee, versucht er diesen Erz\u00e4hlungen eine immer wieder neue Form zu geben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1122\" title=\"web-schmidt\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/web-schmidt.jpg\" alt=\"web-schmidt\" width=\"500\" height=\"611\" \/><br \/>\nYEA, MichaL. Schmidt, <em>o.T. (Revolution\u00e4r)<\/em>, \u00d6l auf Leinwand<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Ulrike Schneider &#8211; MALEREI<\/span><br \/>\nUlrike Schneiders Arbeiten, stilistisch zwischen Comic, Illustration und narrativer Malerei changierend, sind von einer tiefen Melancholie gepr\u00e4gt. Ihre starken, in sich geschlossenen Frauenfiguren bewegen sich in einer nur scheinbar vertrauten Welt.<br \/>\nBekanntes offenbart schnell Abgr\u00fcndiges. Aus einem dunklen Umfeld voller Br\u00fcchigkeit leuchtet die Kraft kindlich wirkender Charaktere, umweht von einer divenhaften Aura.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1123\" title=\"web-schneider\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/web-schneider.jpg\" alt=\"web-schneider\" width=\"500\" height=\"497\" \/><br \/>\nYEA, Ulrike Schneider, <em>Das Rauschen<\/em>, Acryl auf Leinwand<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Martin W\u00fchler &#8211; MALEREI<\/span><br \/>\nSchwarz bildet ausnahmslos die Hintergrundfarbe der Feinmalereien, der in den f\u00fcnf in unterschiedlichen Formaten vertretenen Gem\u00e4lde, die in dieser Ausstellung pr\u00e4sentiert werden. Auf Motivsuche begibt sich der junge Maler in den scheinbar virtuellen Welten des Internets, wo er auf zahlreichen Webseiten auf die wahren Schrecken des Krieges st\u00f6\u00dft: unzensierte Fotografien von Kriegsopfern. Es handelt sich um Dokumente, die kaum in einer deutschen Tageszeitung abgedruckt oder in der allabendlichen Tagesschau den Zuschauern zu Hause pr\u00e4sentiert werden. Aus welchem Land, genauer aus welchem der zahllosen Kriege die Vorbilder W\u00fchlers stammen, sind f\u00fcr ihn und die Betrachter seiner Bilder belanglos. Die Anwesenheit des Schreckens bildet f\u00fcr den Erfurter die Motivation der k\u00fcnstlerischen Umsetzung. W\u00e4hrend Kriegs- und Amateurfotografen vor Ort die Tatsachen dokumentieren und festhalten wollen, um die Realit\u00e4t verst\u00e4ndlicher zu machen und die Bilder als Dateien anschlie\u00dfend in den grenzenlosen Weiten des Internetarchivs buchst\u00e4blich verschwinden, klaubt W\u00fchler sie aus diesem gro\u00dfen Fundus heraus und verwandelt sie von Pixel zu Gem\u00e4lden. <em>Hendrik B\u00e4ndge<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1114\" title=\"yea-wuehler\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/yea-wuehler.jpg\" alt=\"yea-wuehler\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/em><br \/>\nYEA, Martin W\u00fchler, <em>Ikone 2.0<\/em>, Acryl auf Holz<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sebastian Brandt, Patricia Detmering, Lorenz Lindner, MichaL. Schmidt, Ulrike Schneider, Martin W\u00fchler 25. Januar &#8211; 5. 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