{"id":1285,"date":"2010-12-14T16:25:41","date_gmt":"2010-12-14T14:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/exhibitions\/das-neue-bauhaus-2-010\/"},"modified":"2015-11-30T18:00:49","modified_gmt":"2015-11-30T16:00:49","slug":"das-neue-bauhaus-2-010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/?p=1285","title":{"rendered":"das neue bauhaus 2.010"},"content":{"rendered":"<div style=\"display: none;\"><a title=\"buy essay online\" href=\"http:\/\/buyessays-online.net\/\">buy essay online<\/a><\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1284\" title=\"das-neue-bauhaus-web-kunsthaus\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/das-neue-bauhaus-web-kunsthaus.gif\" alt=\"das-neue-bauhaus-web-kunsthaus\" width=\"382\" height=\"540\" \/><\/p>\n<h3><span style=\"color: #888888;\">45 Kilo, Johannes Abendroth, Tom Ackermann, Maureen Anderson,<br \/>\nBenedikt Braun, Marc Aaron Faesser, Johannes Heinke,<br \/>\nMarc Jung, Henriette Kriese, Alexander Lembke, Moritz Michels,<br \/>\nSimon M\u00fcller, Lucian Patermann, Rene Renschin, Nina R\u00f6der,<br \/>\nNora Str\u00f6bel, Christian Werner<\/span><\/h3>\n<p>14.12. 2010 &#8211; 28.01. 2011<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>10.12.2010, 20 Uhr Er\u00f6ffnung<\/strong><br \/>\nEinf\u00fchrung: Dr. Silke Opitz (Kunsthistorikerin, Projektkoordinatorin marke.6)<br \/>\nPerformance: Simon M\u00fcller<br \/>\nDJ: Thomas Kircher (stroboyouth)<\/p>\n<p><strong>18.12.2010., 20 Uhr Kunstauktion<\/strong><br \/>\nAuktionator: Kristian Jarmuschek<a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/Auktionskatalog-8.12.4.pdf\"><br \/>\nAuktionskatalog<\/a><\/p>\n<p><strong>24.01.2011<\/strong>, <strong>20 Uhr Bauhaus-Frauen: Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design<\/strong><br \/>\nLesung und Gespr\u00e4ch mit Ulrike M\u00fcller<\/p>\n<p><strong>28.01.2011<\/strong>,<strong> 20 Uhr Istzustand: Quo vadis Bauhaus &#8211; Talk mit<\/strong><br \/>\nProf. Liz Bachhuber, Konstantin Bayer, Reinhard Franz, Michael Kraus, Moritz Michels, Dr. Silke Opitz, Nina R\u00f6der<br \/>\nModeration: Kristian Jarmuschek<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/marc-jung.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1329\" title=\"marc-jung\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/marc-jung.jpg\" alt=\"marc-jung\" width=\"500\" height=\"354\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, Marc Jung<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/benedikt.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1330\" title=\"benedikt\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/benedikt.jpg\" alt=\"benedikt\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, Benedikt Braun<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/rene.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1331\" title=\"rene\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/rene.jpg\" alt=\"rene\" width=\"358\" height=\"500\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, Rene Renschin<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/lucian.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1332\" title=\"lucian\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/lucian.jpg\" alt=\"lucian\" width=\"500\" height=\"331\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, Lucian Pattermann<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/45kilo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1333\" title=\"45kilo\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/45kilo.jpg\" alt=\"45kilo\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, 45 Kilo und Christian Werner<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/faesser.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1334\" title=\"faesser\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/faesser.jpg\" alt=\"faesser\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/a><br \/>\ndas neue bauhaus 2.010, 45 Kilo und Marc Aaron Faesser<br \/>\nAusstellungsansicht Kunsthaus Erfurt, 2010<\/p>\n<p><strong>das neue bauhaus 2.010<\/strong><br \/>\nSilke Opitz<\/p>\n<p>My Bauhaus is better than yours: Bauhaus-Universit\u00e4t, Bauhaus 09, Bauhaus Essentials und schlie\u00dflich das neue Bauhaus 2.010 &#8211; was vielleicht wie eine Vorlage zum Poetry-Slam anmutet, erweist sich zun\u00e4chst als Spiel mit dem Label, der Marke &#8211; auch marke.6, die Bauhaus-Universit\u00e4tsgalerie, w\u00e4re hier noch zu nennen.<br \/>\nUm in der Hochschullandschaft und in der Kunstszene Th\u00fcringens, viel. auch Deutschlands und wom\u00f6glich gar international wahrgenommen zu werden und bestehen zu k\u00f6nnen, besinnt man sich dem Namen, dem Titel oder dem Motto nach gern auf eine der tats\u00e4chlich weltber\u00fchmtesten Kunst- und Kunstgewerbe- bzw. Designschulen des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Doch wof\u00fcr steht das Bauhaus als Marke?<\/strong><br \/>\nDas Deutsche Patent- und Markenamt, Dienststelle Jena, schreibt am 02. April 2008 ganz klar ablehnend auf den Antrag einiger Bauhaus-Studenten, das -Bauhaus- als Marke f\u00fcr ihre zuk\u00fcnftige Galerie sch\u00fctzen zu wollen:<br \/>\n&#8220;Leider muss die angemeldete Marke wegen bestehender absoluter Schutzhindernisse nach &#8211; 8 Abs. 2 Nr. 1 und 2 MarkenG wie folgt beanstandet werden:<br \/>\nMarken, denen jegliche Unterscheidungskraft fehlt, sind von der Eintragung ausgeschlossen ( 8 Abs. 2, Nr. 1 MarkenG). Einer Marke fehlt jegliche Unterscheidungskraft, wenn sie ungeeignet ist, die von der Anmeldung erfassten Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Herkunft aus einem Unternehmen zu unterscheiden. (&#8230;)<br \/>\nDer Einfluss des Bauhauses war so bedeutend, dass der Begriff &#8220;Bauhaus&#8221; heutzutage im Umgangssprachigen oft auch mit der Moderne in Architektur und Design gleichgesetzt wird (vgl. Ausz\u00fcge Online-Recherche Anlage 1). (&#8230;)<br \/>\nBei der Bekanntheit des Begriffes &#8220;Bauhaus&#8221; im o.g. Sinne wird somit der angesprochene Kunde in Bezug auf die beanspruchten Dienstleistungen keinen betrieblichen Herkunftshinweis auf ein bestimmtes Unternehmen, wie im Markenrecht gefordert, erkennen. (&#8230;)<br \/>\nEine Monopolisierung des angemeldeten Begriffes w\u00fcrde daher dem Interesse von (auch zuk\u00fcnftigen) Mitbewerbern entgegenstehen, ebenfalls beschreibend ihre Dienstleistungen anzubieten und zu bewerben. Im konkreten Fall hei\u00dft das, dass es z. B. auch anderen Ausstellern bzw. Anbietern von kulturellen Aktivit\u00e4ten m\u00f6glich sein muss, den Begriff &#8220;Bauhaus&#8221; als beschreibenden Hinweis auf den Gegenstand ihrer Ausstellung oder ihrer sonstigen kulturellen Aktivit\u00e4ten zu verwenden. (&#8230;)&#8221; Das hei\u00df also, \u00fcberall darf heute &#8220;Bauhaus&#8221; drauf stehen, muss aber nicht unbedingt drin sein. Und dort, wo &#8220;Bauhaus&#8221; wohl noch am meisten drin ist, steht, &#8211; und das auch nicht erst seit gestern &#8211; &#8220;Wohnst du noch oder lebst du schon&#8221; &#8211; oder eben momentan etwas Weihnachtliches drauf.<br \/>\nDennoch &#8211; all jene, die das Bauhaus &#8220;lediglich&#8221; als Marke verwenden und f\u00fcr sich reklamieren, referieren in der Tat recht unmittelbar auf das historische Bauhaus. Denn f\u00fcr die damals wohl einmalige PR einer solchen Institution, f\u00fcr eine unglaublich diverse \u00d6ffentlichkeitsarbeit und schnittige Propaganda ist die Schule &#8211; von Anfang an &#8211; ber\u00fchmt. Der talentierte Mister Bauhaus, Walter Gropius, lie\u00df es sich als Gr\u00fcndungsdirektor nicht nehmen, h\u00f6chstpers\u00f6nlich auf Vortragsreisen durch ganz Europa von seiner Schule zu berichten.<\/p>\n<p>Eine solche Lichtbildvortragsreihe von ihm in Erfurt, Jena, Eisenach, Alfeld, Hannover, K\u00f6ln, Leipzig, Wien, Prag und Amsterdam (ohne Jahr) ist nachweisbar, und Gropius Biograf Reginald Isaacs schreibt zudem, Gropius habe innerhalb von 3 Monaten Vortr\u00e4ge in 15 St\u00e4dten und 3 L\u00e4ndern Europas gehalten. Man bedenke Stra\u00dfen- und Verkehrverh\u00e4ltnisse von 1922\/1923.<br \/>\nZudem gab es das ganze Aufgebot an Freundeskreis und Ausstellungen, Zeitschriften, Gastvortr?gen, Grafikmappen, Plakaten und Presseartikeln usw., alles, was man auch heute noch aus PR-Abteilungen von Hochschulen, Kunstvereinen, Museen usw. her kennt. Newsletter, Blogs, Twitter und Facebook h\u00e4tten Mister Bauhaus und seinem Ministerpr\u00e4sidenten, Laszlo Moholy-Nagy, sicher sehr gefallen. Und nat\u00fcrlich d\u00fcrfen in diesem Zusammenhang die Bauhaus-Feste nicht vergessen werden, welche die damals schon international ber\u00fchmten Meister und ihre sp\u00e4ter dann teilweise ebenso ber\u00fchmten Sch\u00fcler gemeinsam feierten und dabei wie nebenbei die innere Struktur, das Tragwerk des Bauhauses, stabilisierten. So war die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Bauhauses auch weniger eine eigene Abteilung, als das ganze Projekt, die Schule an sich. In der mittlerweile Regalmeterweisen Literatur zum Bauhaus gibt es daher auch l\u00e4ngst eine monografische Abhandlung ausschlie\u00dflich zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Institution mit dem sch\u00f6nen Titel &#8220;Wir \u00fcberleben alle St\u00fcrme!&#8221; (Cornelia Sohn, Wir \u00fcberleben alle St\u00fcrme. Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Bauhauses. K\u00f6ln\/Weimar\/Wien 1997) .<\/p>\n<p><strong>Denn im Grunde ist das Bauhaus zwar gescheitert, das aber eben nichts weniger als grandios. Noch dazu leben Totgesagte l\u00e4nger.<\/strong><br \/>\nUnd so ist das Bauhaus nicht nur als Marke ein Paradoxon und darum so faszinierend. Auch als ebensolcher Mythos lebt es fort &#8211; hierzu gleichfalls eine Literaturempfehlung am Rande: Mythos Bauhaus. Hrsg. v. Anja Baumhoff und Magdalena Droste (Berlin 2009).<br \/>\nIn diesem Aufsatz- bzw. Vortragsband findet sich ein Beitrag von Robin Schuldenfrei: Luxus, Produktion, Reproduktion. Hier wird eine Art unverbr\u00e4mte, sachliche Bilanz gezogen und konkrete Zahlen werden genannt &#8211; ein Marcel Breuer-Stuhl, Textilbespannung (nicht Leder) kostete 60 Mark, eine Teekanne (wahrscheinlich ist die Brandt-Kanne gemeint), kostete 90 Mark und das f\u00fcnfteilige Teeservice (wohl von Marianne Brandt) in Neusilber war f\u00fcr 180 Marke zu haben. Ein Arbeiter verdiente w\u00f6chentlich etwa 60, ein Angestellter 90 Mark. Das hei\u00dft, man musste Tee damals auch anders trinken k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Bauhaus-Produkte &#8211; den Manifesten und Programmen nach auf Massenfertigung angelegt &#8211; waren und sind Luxusg\u00fcter, die sich damals wie heute nur bestimmte Kreise leisten konnten und k\u00f6nnen, wollten und wollen. Man hat zwar seinerzeit versucht, diesen Produkten als Gebrauchsgegenst\u00e4nden eine Aura programmatisch abzusprechen, doch als Design-Objekte haben sie sie bis heute behalten. Und so stehen diese meist handgefertigten und in edlen Materialien ausgef\u00fchrten Einzelst\u00fccke in Museen oder als teure Repliken in &#8211; gleichfalls eher vereinzelten und auch einzeln stehenden H\u00e4usern mit Flachdach. Neben den Produkten ist es gleichfalls die Architektur, mit der das Bauhaus, zumindest seinem Anspruch nach, gescheitert ist. Davon k\u00fcnden nicht nur die nach wie vor zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberwiegenden Giebel, sondern auch und vor allem die vielen Plattenbauten und ihr derzeitiger, wo m\u00f6glicher Abriss.<br \/>\nDie polnische K\u00fcnstlerin Monika Sosnowska, die sich mit der Architektur der Moderne und eben auch des Bauhauses besch\u00e4ftigt, macht die fehlende M\u00f6glichkeit des &#8220;zu lebenden Individualismus&#8221; daf\u00fcr verantwortlich. Auch die Fotoarbeit &#8220;Plattenbau privat&#8221; von Susanne Meyer und Natalja Hopf (2006 im KH ausgestellt) zeigt die Grenzen des individuellen Wohnens im Plattenbau am Beispiel des DDR-Types WBS 70.<br \/>\nDie Dessauer Meisterh\u00e4user oder das Weimarer Haus am Horn ziehen jedoch zumindest als Museen Scharen von Touristen an.<\/p>\n<p><strong>So bleibt das Bauhaus mit seinem utopischen Programm, seinen nicht vollkommen einl\u00f6sbaren Ideen faszinierend und aktuell.<\/strong><br \/>\nSein Scheitern in Weimar ist den ?u?eren Umst?nden nach hinreichend analysiert worden. Gropius selbst schrieb schon Ende 1922:<br \/>\n&#8220;Die inneren Schwierigkeiten beruhen auf Schw\u00e4chen der heutigen jungen Generation. Die Verantwortung des Bauhauses besteht darin, Menschen zu erziehen, die die Welt, in der sie leben, erkennen, und die aus der Verbindung ihrer Erkenntnisse und ihres erworbenen K\u00f6nnens heraus typische, diese Welt versinnbildlichende Formen ersinnen und gestalten. Die Weltfremdheit der jungen, k\u00fcnstlerisch Begabten ist aber so gro\u00df, dass in ihnen nur ganz langsam das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Wirklichkeit der Werkwelt, ihr Tempo und ihre Ausnutzung von Zeit und Mitteln geweckt werden kann. Sie schweben in der Gefahr der Abirrung in eine falsche Romantik, die aus der begreiflichen Reaktion gegen den herrschenden Geisteszustand &#8211; Zahl und Macht &#8211; und aus dem Fiasko des alten Staates zu entstehen droht. Dagegen hilft nur scharfe Denkschulung und r\u00fccksichtslose Bek\u00e4mpfung alles Sentimentalen&#8230;&#8221; (Th\u00fcringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Bestand Staatl. Bauhaus, Akte, 3, Bl. 45; Zeitungsartikel zu &#8220;Idee und Entwicklung des Staatl. Bauhauses&#8221;, wohl Ende 1922)<br \/>\nDie Bauhaus-Universit\u00e4t, deren Studierende s\u00e4mtliche hier Ausstellende waren oder sind, orientiert sich zumindest hinsichtlich ihres curriculum &#8211; im Gegensatz zu den bis heute Klassen-klassischen Kunstakademien &#8211; am Lehrprogramm des Bauhauses. Das zeichnet sich im gr\u00f6\u00dferen Rahmen durch die 4 Fakult\u00e4ten Medien und Gestaltung (k\u00fcnstlerischer Art) sowie Bauingenieurwesen und Architektur (technischer Art bzw. einstiges &#8220;Endziel&#8221; des Bauhauses). Im Besonderen l\u00e4sst sich zudem an der Fakult\u00e4t Gestaltung eine Art Vorkurs im Wechselstromprojekt f\u00fcr Erstsemester wieder finden. Vom Thema, vom Projekt aus, sucht sich jede\/r &#8220;sein Medium&#8221; und schreibt sich nicht von vornherein in eine Fach-Klasse ein.<br \/>\nDennoch repr\u00e4sentieren die im Kunsthaus Erfurt zu sehenden Arbeiten nicht die Bauhaus-Universit\u00e4t in G\u00e4nze, sondern hier in erster Linie eine aus Sicht von kunstinteressierten Galeristen und Kuratoren getroffene Auswahl. Auch sollte man nicht nach wom\u00f6glich wortw\u00f6rtlichen &#8220;Ideen-Zitaten&#8221; des historischen Bauhauses, auch nicht des New Bauhaus Chicago, in den hier ausgestellten oder aufgef\u00fchrten Malereien, Fotografien, Videos, Installationen und Performances suchen. Vielmehr w\u00e4re deren Qualit\u00e4t an jenen Ausf\u00fchrungen Gropius hinsichtlich einer aktuellen Zeitgenossenschaft zu messen. Und zeitgen\u00f6ssisch sind diese Arbeiten, die man \u00e4hnlich auch in Leipzig, Berlin und wohl auch in einigen artspaces in New York finden kann.<br \/>\nEs sind insgesamt 17 k\u00fcnstlerisch-gestalterische Positionen, zu denen sich im Einzelnen w\u00e4hrend einer einf\u00fchrenden Rede nichts Umfassendes und Ersch\u00f6pfendes sagen l\u00e4sst. Jedoch erscheint auch eine auferlegte Beschr\u00e4nkung auf etwa einen Satz pro K\u00fcnstler oder Gestalterduo wenig sinnvoll. Stattdessen sollen 17 Begriffe, Schlagw\u00f6rter oder Vokabeln allen Besuchern und Kunstinteressenten individuelle Assoziationsr\u00e4ume er\u00f6ffnen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus gibt es zu einigen Werken begleitende Texte (und zudem waren die Damen und Herren K\u00fcnstler\/innen zur Ausstellungser\u00f6ffnung anwesend und f\u00fcr spezielle Fragen zu haben).<br \/>\nAbschlie\u00dfend also: Erinnern und Geschichte, Kultur und Natur, Identit\u00e4t und Rollenbild, Zitat und Sampling, Zufall und Wahrscheinlichkeit, Raum und Wahrnehmung, Trash und \u00c4sthetik, Funktionalit\u00e4t und Zweckfreiheit und am Ende oder am Anfang des Galerierundgangs so gar ein kleines bisschen humorigen Gr\u00f6\u00dfenwahn. Denn w\u00e4hrend Pablo Picasso sich noch mit Fahrradsattel und Lenker begn\u00fcgte und sich im Gegensatz zu Marcel Breuer f\u00fcr eine freie &#8220;Objekt-Plastik&#8221;, seinen Stier (1942), inspirieren lie\u00df, darfs bei Benedikt Braun dann direkt etwas mehr sein. Mehr an vormals funktionalen Dingen. Also doch eher bauhaus reverse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>buy essay online 45 Kilo, Johannes Abendroth, Tom Ackermann, Maureen Anderson, Benedikt Braun, Marc Aaron Faesser, Johannes Heinke, Marc Jung, Henriette Kriese, Alexander Lembke, Moritz Michels, Simon M\u00fcller, Lucian Patermann, Rene Renschin, Nina R\u00f6der, Nora Str\u00f6bel, Christian Werner 14.12. 2010 &#8211; 28.01. 2011<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1285"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1285"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2216,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1285\/revisions\/2216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}