{"id":778,"date":"2007-04-27T00:26:36","date_gmt":"2007-04-26T22:26:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/?p=778"},"modified":"2015-09-29T23:19:58","modified_gmt":"2015-09-29T21:19:58","slug":"hey","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/?p=778","title":{"rendered":"HEY"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/jessica-centner.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1437\" title=\"jessica-centner\" src=\"http:\/\/www.kunsthaus-erfurt.de\/wp-content\/uploads\/jessica-centner.jpg\" alt=\"jessica-centner\" width=\"382\" height=\"551\" \/><\/a><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #888888;\">Jessica Centner<\/span><\/h3>\n<p>27. April &#8211; 1. Juni 2007<!--more--><\/p>\n<p>HEY<br \/>\nMan muss auch mal in den Keller gehen d\u00fcrfen, seinen Schnitt machen und lachen. Wovon ich erz\u00e4hlen will: wer verschliefe nicht am liebsten den Sonnenaufgang?<br \/>\nDie N\u00e4chte sind kurz, die Tage daf\u00fcr umso l\u00e4nger. Das nennt sich Tagesgesch\u00e4ft, und einige gehen daf\u00fcr dann extra ins B\u00fcro, oder in die Werkstatt, oder in den Laden.<br \/>\nGehen ist aber eigentlich die falsche Redewendung: du wirst gegangen worden sein, k\u00f6nnten sich die meisten meistens an den Spiegel heften.<br \/>\nAuf Arbeit angekommen wird entweder versucht, Zuhause zu vergessen, oder nach dem Fr\u00fchst\u00fcck steht die mentale Vorbereitung auf den Feierabend auf dem Programm. Oder auch beides, in welcher Reihenfolge auch immer: Vergessen vs. Bedenken, oder Schlingen vs. Essen.<\/p>\n<p>Aber Hey, das ist ok so. In der Zwischenzeit Rechnungen schreiben, Rechnungen nicht aufmachen; sortieren und abheften; telefonieren und die Sch\u00e4fchen in der Warteschleife mitz\u00e4hlen, bei ebay die letzen drei Kartons vom Umzug im letzen Sommer eingestellt \u2013 es macht Spa\u00df ,die Konzepte zuschanden gehen zu lassen. Ich bin mir sicher: n\u00e4chstes Jahr wird Einstellung in one-click umbenannt. Und alle werden es bemerkt haben. Die Zeiten sind endg\u00fcltig vorbei, wo niemand was gemerkt, geh\u00f6rt, gewusst hat. Alle wissen sofort bescheid und sind ehrlich begeistert oder ehrlich entsetzt ( je nach Besetzung): im Radio und im regionalen Vorabendprogramm gibt es Spontaninterviews zu diesem hei\u00dfen Eisen und einigen ist die Frage nach der Einstellung sichtlich l\u00e4stig, -: Wie, heute ist doch nicht schon wieder die Sonntagsfrage dran! Aber die bringen das nicht so richtig \u00fcberzeugend r\u00fcber und vielleicht sollten die nochmal von vorne&#8230; Ach so, stimmt, ist zwar Vorabend aber jetzt keine Serie, also sind die so in echt und nicht schlecht in echt geschauspielert. Na hey, manchmal fragt man sich das doch, was hier jetzt echt und authentisch ist und was nur so abgeschaut und nachgemacht, oder auch authentisch abgeschaut und nachgemacht ist. Das ist doch mal ein wichtiger Unterschied gewesen. Ob der jetzt noch weiter wichtig ist \u2013 also echt authentisch, oder authentisch gespielt \u2013 wer will das entscheiden? Das sind so die Gedanken f\u00fcr 3 Cent zwischendurch. Im Stil von h\u00e4ngengeblieben und nicht weitergezappt. So eindringlich wie ein Bild mit ganz viel von allem, Farbe, Schwung und Duktus. Da steckt dann soviel drin, die r\u00f6mischen Kloaken waren im Vergleich ein pazifisches Elysium! Ganz klar: ZU VIEL MATERIAL. Aufmerksamkeit und Konzentration. Mal l\u00e4nger hingeschaut. Punkte fixiert und verbunden. Noch mal hingeschaut, auch wenn es eigentlich eh klar war, dass es nichts zu sehen geben w\u00fcrde. Die Glotze weiterflimmern lassen und einfach mal danebengeschaut. Das Radio zwischen zwei Stationen laufen lassen. Auch nicht sch\u00f6n. Die wei\u00dfe Wand. Die Neonreklame und die Leuchtk\u00e4sten. Mal einen Strich ziehen und auf ich-nicht-verstehen machen! Schon gut, ja? Aber Hey, es war ja nur so ein Gef\u00fchl.<br \/>\nIch bleib da lieber gleich weg. Ich meine, ich geh da gar nicht erst hin. Ich arbeite n\u00e4mlich nur in meiner Freizeit, und die ist beschissen eng bemessen. Vernunft und lange Wege sollte ich mir in dieser Situation lieber ersparen und \u00fcberhaupt, wozu lebt man sonst in einer gro\u00dfen Stadt?<\/p>\n<p>Jessica Centner stellt Bilder, Objekte und Situationen her und nach.<br \/>\nSie studierte in den 90er in Kassel und Karlsruhe freie Kunst und Malerei.<br \/>\nIhre erste Einzelausstellung widmete sie ihrer Katze.<br \/>\nChichi war damals bereits einige Jahre tot.<br \/>\nLasse Schnuck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"display: none;\"><a title=\"part time jobs in memphis tn\" href=\"http:\/\/part-time-jobss.com\/\">part time jobs in memphis tn<\/a><\/div>\n<div id=\"yui3-css-stamp\" style=\"position: absolute !important; visibility: hidden !important;\"><\/div>\n<div id=\"s2s\">\n<div id=\"s2s-flyout\" class=\"s2s-flyout-row dialog-box bottom\" style=\"left: 0px; top: -38px;\">\n<div id=\"hover-mask\"><\/div>\n<ul>\n<li id=\"searchlight-search\" class=\"searchlight-search blr4 brr4\"><a class=\"blr4 brr4\" title=\"Web Search\" target=\"_self\"><span id=\"Web Search\">\u00a0<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"s2s\">\n<div id=\"s2s-flyout\" class=\"s2s-flyout-row dialog-box top\">\n<div id=\"hover-mask\"><\/div>\n<ul>\n<li id=\"searchlight-search\" class=\"searchlight-search blr4 brr4\"><a class=\"blr4 brr4\" title=\"Web Search\" target=\"_self\"><span id=\"Web Search\">\u00a0<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><a id=\"s2s-dummy-link\" class=\"s2s-hide\" target=\"_blank\"><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jessica Centner 27. 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