Philosophischer Salon Februar
Melancholie und Geschichtsschreibung
Der Historiker Karl Schlögel als Chronist der Gegenwart.
Dorothea Sophie Höck
Mittwoch, 4. Februar 2026, 19 Uhr
Selten schauten wir skeptischer in die Zukunft. An Kassandra-Rufen mangelt es ebenso wenig wie an Lösungsvorschlägen für die allseitig ausgemachten Bedrohungen. Karl Schlögel, Historiker und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2025, empfiehlt den melancholischen Blick auf die Gegenwart: „Melancholie ist nicht Träumerei und Hirngespinst, sondern genaues Hinsehen, Wachheit, geschärfter Sinn für das, was der Fall ist.“ Der Melancholiker sei Realist und betrüge weder sich selbst noch andere. Wir fragen: ist dieser provokante Blick auf die Geschichte womöglich hilfreich, um das Zeitgeschehen besser zu verstehen?
Seit 2023 laden die Philosophische Praktikerin Dorothea Sophie Höck und das Kunsthaus Erfurt Interessierte zu regelmäßigen Salongesprächen in die Galerie im Kunsthaus Erfurt ein. Der Philosophische Salon findet einmal im Monat an einem Mittwochabend statt. Eingeladen sind interessierte und nachdenkliche Menschen. Philosophische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Um einen Unkostenbeitrag ab 5 Euro wird vor Ort gebeten. Der nächste Philosophische Salon findet am 18. März 2026 statt.