12 Jun 2009

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Eine Ausstellung des Kunsthaus Erfurt im Alten Innenministerium, Eingang Heinrich-Mann-Straße 11,
Dienstag bis Freitag 12-18 Uhr und im Stadtraum von Erfurt, kuratiert von Monique Förster, Dirk Teschner, Ludwig Kohl

Ausstellungseröffnung // Freitag, 12. Juni 2009, 20 Uhr
Rubber Dinghy Pirates / Uschi, Atze und die Räuber /
Mint 4000 / Lotus Lumina

Vortrag Konzert // Mittwoch, 24. Juni 2009, 19 Uhr
Hans Christian Psaar
Streetart und Kapitalismuskritik – Das Beispiel Splasher
Carusella / Zentralheizung of death

Walks //
Treffpunkt vor der Tourist-Information Erfurt, Benediktsplatz 1
Sonnabend, 20. Juni, 27. Juni und 4. Juli, jeweils 15 Uhr

Film //
16. Juni, 21 Uhr: Beat Street / Bomb it!
23. Juni, 21 Uhr: Alterego
30. Juni, 21 Uhr: Hardknocks 5
7. Juli, 21 Uhr: Inside Outside

Kurzfilmwanderung // Freitag, 3. Juli 2009, 22 Uhr
Abschlussparty
WHAT! WHAT!-Gang und Visuals

Some people become cops because they want to make the world a better place.
Some people become vandals because they want to make the world a better looking place.? (Banksy)

Streetart polarisiert. Als zeitgenössische Form von Kunst im öffentlichen Raum wahrgenommen, von besessenen Sammlern von den Wänden gelöst, von
hippen Labels absatzfördernd benutzt, stellt sie als moderne Form des Protestes, bekannt unter „guerilla gardening“, „reclaim the streets“, „flashmobs“, „clowns army“ offensiv die Machtfrage über den öffentlichen Raum.
Im Kontext von Graffiti entstanden, agiert sie auf der Straße, bewegt sich im öffentlichen Raum und erobert Brachen. Streetart sind hauptsächlich Zeichen, Charaktere, und Symbole, deren visueller Code eine illustrative, flexible und wiedererkennbare Bildsprache ist. Streetart wird in Eigeninitiative autonom hergestellt, ist nicht kommerziell und selbst finanziert. Streetart autorisiert sich selbst, ist kostenlos zugänglich und außerhalb etablierter Orte der Kunstvermittlung anzutreffen. Streetart ist ein globales Phänomen. Streetart fasziniert.

Einhergehend mit der wachsenden Vereinnahmung des öffentlichen Raumes
durch kommerzielle Nutzung, der restriktiveren Gesetzgebung zur
Vertreibung sozialer Randgruppen von touristisch bedeutsamen Orten und
der Tendenz zur Privatisierung öffentlich genutzter Einrichtungen, schwinden auch die Möglichkeiten an der gesellschaftlichen Teilhabe für einen Teil der Bevölkerung. Streetart als Antwort und Kommunikationsstrategie von Off- Kultur im öffentlichen Raum ist aus diesem Grund für das Projekt <below the line> von Interesse.

Ziel des Projektes ist das Aufzeigen der künstlerischen Dimension von Streetart und seine Einbettung in aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Jenseits von Kriminalisierung und wirtschaftlicher Verwertung soll der Blick auf den sozio-kulturellen Aspekt und dessen Einflüsse auf die Spielarten des kommunikativen Prozesses gelenkt werden.

imgacudnutt
BELOW THE LINE, Akut und Marc Jung
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgLuxus1

imgNuttenkinder
BELOW THE LINE, Marc Jung
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgtipism2
BELOW THE LINE, typism und Ressource Group
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgPlueck
BELOW THE LINE, Plück
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgParasit
BELOW THE LINE, Keos und typism
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

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BELOW THE LINE, Mr. Quatro
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgCase
BELOW THE LINE, Case
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgKeosMoka
BELOW THE LINE, Keos
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

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BELOW THE LINE, Marc Jung
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgPlueck2
BELOW THE LINE, Plück und Spar
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009

imgStuhl
BELOW THE LINE, Plus_graphy
Ausstellungsansicht Kunsthaus Erfurt/ Altes Innenministerium, 2009